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In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Outsourcing-Markt
quantitativ und qualitativ kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steigerung
der Komplexität der Aufgabenstellungen für Qualitätsdienstleister
wie buw ist nicht allein als Konsequenz aus einem steigenden Bedarf
an Kommunikationsdiensten zu verstehen: Die Anforderungen an Dienstleistungsunternehmen
werden deutlich komplexer und mehrdimensional.
Diese Anforderungen können nur mit innovativen Outsourcing-Ansätzen
befriedigt werden. Hierbei können Customer Care Dienstleister mit
einer methodischen Orientierung an Entwicklungen anderer Branchen auf
Basis eines bestehenden Modells neue Dimensionen der Dienstleistungserbringung
für ihr Marktsegment erschließen.
Business Process Outsourcing
Die
Marktentwicklung lässt sich sehr gut mit dem
Modell des Business Process Outsourcing (BPO) beschreiben:
Statt einzelne Geschäftsprozesse zu einem
Dienstleister auszulagern, werden ganze Prozessketten
und -felder durch externe Partner realisiert.
In der wissenschaftlichen Literatur steht das BPO in der logischen Folge
des Outsourcings, das seit den 1960ern – ausgehend von der Übergabe
von IT-Prozessen an Dienstleister, zunächst in den USA – eingeführt
wurde. Diese Entwicklung verfolgt mit logischer Konsequenz das Ziel der
Erhöhung der Wertschöpfung eines Unternehmens durch die Verlagerung
weniger profitabler Wertschöpfungsstufen an externe Dienstleister.
Die ersten Outsourcing-Felder werden inzwischen so selbstverständlich
anerkannt, dass in ihnen kaum noch Outsourcing gesehen wird: Dass etwa
Industrieunternehmen mit hohem Energiebedarf keine eigenen Kraftwerke
mehr betreiben, dass Logistik von spezialisierten Logistikern unternommen
wird oder IT-Services ausgelagert sind, wird als ein „immer schon
da gewesener“ Standard betrachtet: In Wirklichkeit handelt es sich
um die ersten erfolgreichen Outsourcing-Projekte.
Rahmen
In den vergangenen fünf Jahren ist BPO endgültig im deutschen
Customer Care angekommen – zumindest, was die Anforderungen der
Auftraggeber angeht. Zur erfolgreichen Umsetzung dieser Anforderungen
ist jedoch wesentlich, dass sich auch die Dienstleister von bisherigen
Erwartungen lösen.
War es in der ersten Phase der Kommunikationsdienstleistungen noch üblich,
mit klaren Eingangs- und Ausgangsvoraussetzungen zu arbeiten – etwa
der Lieferung und Beantwortung einer definierten Menge von Anrufen innerhalb
eines Monats – sind nunmehr komplexere Aufgaben wie etwa die Gesamtbetreuung
eines Kundensegments oder die Komplettdurchführung eines Geschäftsprozesses
wie etwa Rückgewinnung, Bestandskundenkommunikation etc. durchzuführen.
Neben den notwendigen Vorbedingungen wie etwa einer performanten technischen
Plattform zur Abbildung und Implementierung der Geschäftsprozesse
steht hierbei vor allem planerische Kompetenz im Fokus.
Konkrete Vorgehensweise
Die buw Unternehmensgruppe bildet BPO-Projekte nach einem definierten
4-Phasen-Plan ab. Dieser Plan beinhaltet eine umfangreiche Analyse, die
Erarbeitung und Festlegung der Strategie, eine Konzeption der Projektrahmenbedingungen
und die Überführung in ein konkretes Betreibermodell.
Optimierung der Wertschöpfung durch
Effizienzsteigerung
BPO-Modelle streben in der Regel eine Wertschöpfungsoptimierung
durch Effizienzsteigerungen an. Vorhandene Kostenvorteile einer Outsourcing-Beziehung
sowie die Ausschöpfung möglicher zusätzlicher Umsatzpotenziale
sind somit vordringliche Ziele.
Die Wertschöpfungsoptimierung lässt sich dabei in mehrere Phasen
einteilen, die in der Regel aufeinander folgen, gelegentlich jedoch auch
parallel durchführbar sind (was diesem spezifischen BPO-Prozess
einen modularen Charakter verleiht).
Nach einer Kostenreduktion durch Prozessoptimierung (Phase I) und der
Ausschöpfung von Automatisierungspotenzialen (Phase II) – diese
finden oft bereits in der Planungsphase der Geschäftsprozesse statt – kann
die Kostenstruktur durch Outsourcing im Inland oder Ausland weiter optimiert
werden.
Mono-Standort-Strategie
Durch
die buw-Standortpalette mit fünf deutschen
Standorten sowie der Nearshore-Site in Pécs
(Ungarn) ist buw optimal aufgestellt für alle
möglichen Varianten dieses Elements der Wertschöpfung.
Erfordert die Aufgabenstellung eine Abbildung der
Geschäftsprozesse an einem Standort (etwa,
weil eine physische Installation komplexer technischer
Systeme erforderlich ist oder weil eine Vorsortierung
der zu bearbeitenden Geschäftsvorfälle
nicht oder nur unter großem Aufwand möglich
ist), so kann buw auch umfangreichste Themen an
einem Standort abbilden.
In solchen Fällen hat die Analysephase oft eine sehr enge bzw. unlösbare
Verzahnung der relevanten Funktionen und Prozesse ergeben. Damit ist
eine Strategie einer Multiskill-Bearbeitung dieser Themen durch entsprechend
umfassend geschulte Customer Service Agents gewählt worden. Dies
wiederum bedingt eine Konzentration der universell einsetzbaren Mitarbeiter
an einem Ort, so dass die Synergien der Vorgangsbearbeitung mit möglichst
wenig Übergabepunkten voll genutzt werden können.
Multi-Standort-Strategie
Andere BPO-Projekte ergeben eine heterogene Struktur der Prozessketten
und -felder: An wohldefinierten Schnittstellen können die langkettigen
Prozesse in kurzkettige Teilprozesse getrennt werden. In der Folge kann
für jeden dieser Teilprozesse ein dezidiertes Anforderungs- und
Durchführungsprofil erstellt werden. Darüber hinaus wird – auf
Basis einer hochperformanten IT-Plattform – eine Definition von Übergabeformen
und -formaten getroffen.
Mit diesem Arsenal genau festgelegter Schnittstellen (und somit einer
hochdifferenzierten Prozessbeschreibung) kann eine Aufteilung der Teilprozesse
auf verschiedene Standorte durchgeführt werden. Die Auswahlkriterien
der Standorte sind dabei vor allem die vorhandenen Skillprofile der verfügbaren
Mitarbeiter sowie die individuell gültige Kostensituation.
Hierbei ist eine mittel- oder langfristige Perspektive zu wählen:
Ein BPO-Projekt zielt immer auf eine längere Partnerschaft; insofern
sind auch die Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter-Skills sowie
eine Prognose der künftigen Kostensituation mit zu berücksichtigen.
Mono oder Multi: Auswahl des richtigen
Modells
Dreh- und Angelpunkt eines erfoglreichen BPO-Projekts ist die korrekte
und vollständige Planung – Analyse und Definition des Projekts
erfordern daher eine besondere Sorgfalt. Da buw für die Abwicklung
von Projekten bis zu sechs Standorte integrieren kann, stehen in der
Planungsphase alle Varianten zur Diskussion. Abhängig von den individuellen
Anforderungen (und auch von den Prognosen über zu erwartenden Folgeleistungen,
die das BPO-Projekt in Zukunft bewältigen soll) wird im Dialog mit
dem Kunden die beste Lösung ermittelt. Daraufhin wird diese Lösung
im gemeinsamen Prozessdesign detailliert geplant und realisiert: Wir
sprechen hier von einer „Bestshore“-Lösung, die für
jeden Projektbaustein den jeweils besten Standort benennt (in Deutschland
oder im Ausland).
Auf diese Weise kann in jedem Einzelfall ein maßgeschneidertes
Business Process Outsourcing-Projekt erstellt werden, das passgenau die
Erwartung des Auftraggebers trifft:
Die erwarteten und prognostizierten Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen
treffen ein, während gleichzeitig die Übertragungskosten und
Aufwände für den laufenden Betrieb innerhalb der erwarteten
Grenzen liegen. Dies legt dann die Basis für die Findung und Nutzung
von Skaleneffekten, die aus einem BPO-Projekt eine stabile Selbstverständlichkeit
werden lassen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei
Andreas Pasing unter der Rufnummer 05 41-94 62-4
30 oder per eMail unter andreas.pasing@buw.de
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