4 Jahre Mitarbeiterengagement bei buw: Verein Lernen fürs Leben freut sich über bislang bestes Spendenergebnis

Seit nunmehr 4 Jahren fördert der Verein Lernen fürs Leben – eine Initiative von Mitarbeitern der buw Unternehmensgruppe – Projekte in der 3. und 4. Welt, in denen Kinder und Jugendliche Hilfe zur Selbsthilfe erhalten.

Die Projekte haben das Ziel, Armut, Analphabetismus, Kinderarbeit, der HIV-Aufklärung und der Diskriminierung von Frauen wirksam und nachhaltig zu begegnen. So war auch das Jahr 2006 erneut ein erfolgreiches: allein die Tombola auf dem Weihnachtsball brachte 10.000,- € an Spendengeldern für die Projekte, die der Verein in Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Projektträger terre des hommes aus Osnabrück unterstützt: eine Schule und die Erweiterung der Ausbildungsstätte für Tischler in einem Schulzentrum am Rande einer der größten Müllkippen in Maputo, Mosambik sowie eine Ausbildungswerkstatt für Kfz-Elektrikerinnen in Ouagadougou, Burkina Faso.

„Das ist das beste Spendenergebnis, welches wir mit einer Tombola bislang erzielt haben", freut sich Andreas Pasing, Vorstandsvorsitzender des Vereins. „Daneben haben wir in 2006 so viele neue aktive Mitglieder in unseren Reihen begrüßen dürfen, wie seit der Gründung des Vereins nicht mehr. Wir freuen uns dabei besonders, dass Jens Bormann und Karsten Wulf uns bei der Realisierung unserer Vereinsidee nach wie vor unterstützen und motivieren: sie schaffen die Rahmenbedingungen, die unsere Vereinsarbeit innerhalb und außerhalb des Unternehmens ermöglichen", so Pasing weiter.

Neben einer wachsenden Zahl von Mitgliedern, insbesondere an den neuen Standorten in Halle/Saale und Schwerin, verzeichnet der Verein ebenfalls eine Zunahme an Förderern aus den Reihen der Kunden und Lieferanten. „Ohne sie und ihr finanzielles Engagement wären unsere Projekte nicht in dem Maße zu finanzieren, wie es aktuell geschieht. Dafür können wir unseren Sponsoren und Spendern gar nicht genug danken", so der Vorstandsvorsitzende.

Möbel made in Maputo, Mosambik

Der erste Jahrgang von Auszubildenden in der durch Spenden des Vereins Lernen fürs Leben erbauten Schreinerwerkstatt hat die Lehre mit Erfolg absolviert: in einer Ecke der Werkstatt, die der Grundschule neben der Müllhalde von Maputo angeschlossen ist, stehen aufgereiht die gefertigten Möbel mit Preisschildern versehen zum Verkauf. Drei der Absolventen unterstützen den Tischlermeister bei der Ausbildung des nächsten Jahrgangs. Der Betrieb läuft, und das nun schon im 4. Jahr! Dennoch gilt es nach wie vor, sich den kleineren und größeren Herausforderungen zu stellen, denen die einheimischen Entwicklungshelfer in ihrer täglichen Arbeit begegnen: So beklagt die Leiterin der Schule weiterhin die Existenz der Müllkippe. Es gibt nach wie vor keine realistische Aussicht, dass diese weg von den Wohngebieten in eine unbewohnte Gegend verlegt wird. Die Schule arbeitet weiterhin daran, die Eltern und Jugendlichen davon zu überzeugen, dass sie kleine Kinder nicht mehr auf die Müllkippe mitnehmen, weil die Tätigkeit des Müllsammelns und der damit verbundene Aufenthalt auf der Müllkippe gesundheitsschädlich und gefährlich zugleich ist. Nicht immer sehen die Jugendlichen ein, dass eine solide Ausbildung ihnen langfristigere Zukunftsperspektiven bietet als der Broterwerb auf der Müllkippe. So nimmt neben der klassischen Ausbildung die Erziehungs- und Aufklärungsarbeit nach wie vor einen großen Stellenwert ein.

Mädchen am Zylinderkopf

Das gilt auch für das zweite Projekt, die Ausbildungsstätte für Kfz-Elektrikerinnen in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. 3 Jahre dauert die Lehre. Der Andrang ist groß.

Florence und Josephine erfüllten die Voraussetzungen: arm, weiblich, Hauptschulabschluss und lernwillig. Mit Begeisterung schweißen sie, ersetzen Zündkerzen, führen Ölwechsel durch und lernen auch die Theorie. Ihre Brüder sind neidisch, dass die Mädchen sich nun besser mit dem Innenleben von Autos auskennen als sie selbst. Eltern fragen interessiert in den Versammlungen, ob nicht auch ihre Söhne das Handwerk erlernen können. Für den Projektträger ist es jedoch keine Frage, dass Mädchen Vorrang haben. Inzwischen rümpft niemand mehr die Nase. Die Elektrikerinnen verstehen ihr Handwerk und arbeiten präzise. Sie können optimistisch in die Zukunft blicken. „In der burkinischen Gesellschaft herrscht nach wie vor eine sehr traditionelle Vorstellung von der Rolle der Frau. Meist bleibt ihr der Zugang zu einer Einkommensquelle bzw. Beschäftigung außerhalb der Familie verwehrt, da die Männer dies als ihren exklusiven Bereich ansehen. Wir sind deshalb besonders stolz, mit unseren Spendengeldern ein Projekt unterstützen zu können, dass Mädchen und jungen Frauen eine qualifizierte berufliche Perspektive eröffnet und sie so an den gesellschaftlichen Entwicklungen zu beteiligen", so Andreas Pasing.

Vielen Dank!

Neben dem Dank, der allen Sponsoren gilt, möchten wir uns ebenfalls bei unserem Kooperationspartner terre des hommes e.V., der die Ausbildungsprojekte vor Ort begleitet, bedanken. Das Kinderhilfswerk mit Hauptsitz in Osnabrück feiert gerade sein 40-jähriges Bestehen! Herzlichen Glückwunsch! Unter www.lernen-fuers-leben.de finden Interessenten alle Informationen zum Verein, zu den Projekten, zu aktuellen Veranstaltungen, Kooperationspartnern und Spendenmöglichkeiten.

Weitere Informationen zum Verein Lernen fürs Leben erhalten Sie bei Tanja Lührig unter der Rufnummer 05 41-94 62-4 52 oder per eMail unter tanja.luehrig@buw.de.


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