Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein – an jenem Abend im März 1993, als Jens Bormann und Karsten Wulf mit Unterstützung einiger Pils im Osnabrücker „Jäger“ auf die Idee kamen, ihr eigenes Start-up für Telefonmarketing aufzubauen. „Wir hatten uns gerade 14 Tage zuvor kennengelernt – und zwar in der Uni: im EDV-Kurs, wie man das damals noch nannte“, erinnert sich Jens Bormann. Anders als so viele ihrer BWL-Kommilitonen beließen es Bormann und Wulf – das b und das w von buw – nicht beim Herumspinnen, sondern verwandelten eine 14-Quadratmeter-Küche in ein Mini-Call-Center. Der eine löste seinen Bausparvertrag auf, der andere seine Lebensversicherung, um das Geld für Telefone und Computer zu beschaffen. Dann machten sie ernst – und verkauften Anzeigen für den Osnabrücker „Ball des Sports“ am Telefon. Was zunächst als studienbegleitende betriebswirtschaftliche Fingerübung angedacht war, entwickelte sich rasch auf eine heute weit über Deutschlands Grenzen hinaus agierende Unternehmensgruppe mit 4.000 Mitarbeitern – und zum größten inhabergeführten Dienstleister für ganzheitliches Kundenmanagement Deutschlands.